MAP in der Praxis

Im Kampf gegen die COVID-19-Pandemie geht die Weltgemeinschaft nicht geschlossen vor. Die Länder des Globalen Nordens sichern sich Impfstoffdosen, während die Länder des Südens oft leer ausgehen.

Multi-Akteurs-Partnerschaften zur Bekämpfung der globalen Krise

Dies verstärkt nicht nur globale Ungleichheiten, die Strategie verlangsamt auch den Prozess der Beendigung der Pandemie. Daher sprechen sich viele Expert*innen dafür aus, den COVID-19-Impfstoff für alle Menschen gleichermaßen zugänglich zu machen.

Covid Vaccine

Die Multi-Akteurs-Partnerschaft COVID-19 Vaccine Global Access Facility (COVAX) hat sich daher zum Ziel gesetzt, Entwicklung, Herstellung und den weltweiten Zugang zu COVID-19-Impfstoffen zu fördern. Damit tritt COVAX dem sogenannten „Impfstoff-Nationalismus“ entgegen. COVAX wurde im April 2020 von der Weltgesundheitsorganisation (WHO), der Europäischen Kommission und Frankreich ins Leben gerufen. Die Plattform bringt Regierungen, globale Gesundheitsorganisationen, Wissenschaftler*innen, die Privatwirtschaft sowie die Zivilgesellschaft zusammen.

Im Rahmen des virtuellen G7 Early Leaders‘ Summit am 19. Februar wurden neue Finanzmittel in Höhe von 3,5 Milliarden US-Dollar angekündigt. Damit stehen insgesamt rund 6,3 Milliarden US-Dollar für Erwerb und Verteilung von Impfstoffen bereit, wovon 145 Länder mit niedrigem und mittlerem Einkommen profitieren werden. COVAX will in der ersten Hälfte dieses Jahres mehr als 337 Millionen Corona-Impfstoffdosen verteilen. Als erster Staat der Welt hat Ghana über das COVAX-Programm 600.000 Dosen des AstraZeneca-Impfstoffs erhalten.

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