MAP in der Praxis

Einer der großen Vorteile von Multi-Akteurs-Partnerschaften (MAP) ist, dass sie vielseitig sind und auch in Krisenzeiten Unterstützung bieten können. Der Umgang mit humanitären Krisen, wie die im Sudan, ist für die Akteur*innen im Bereich der humanitären Hilfe aufgrund der enormen Gesundheitsprobleme, mit denen das Land konfrontiert ist, eine besondere Herausforderung. Die MAP Global Fund to Fight AIDS, Tuberculosis and Malaria (the Global Fund) stellt sich diesen Herausforderungen und tut ihr Bestes, um Millionen von Menschen im Sudan vor den Folgender humanitären Krise zu schützen.

Der Global Fund wurde 2002 mit dem Ziel gegründet, die tödlichsten Infektionskrankheiten zu bekämpfen und gegen die Ungerechtigkeit vorzugehen, die sie begünstigt. Darüber hinaus stärkt der Global Fund die Gesundheitssysteme und die Bereitschaft zur Pandemievorsorge in mehr als 100 der am stärksten betroffenen Länder. Die MAP bringt führende Politiker*innen, Gemeinschaften, die Zivilgesellschaft, Gesundheitspersonal und den privaten Sektor zusammen, um Lösungen zu finden. In den vergangenen 22 Jahren hat diese Partnerschaft 59 Millionen Menschenleben gerettet und die kombinierte Todesrate durch die drei Krankheiten in den Partnerländern, um mehr als die Hälfte gesenkt. Diese Arbeit trägt auch dazu bei, die Folgen einer der schwierigsten humanitären Krisen zu mildern, die sich im Sudan abspielt.  

Der Sudan ist mit einer verheerenden humanitären Krise konfrontiert, in der 8,5 Millionen Menschen vertrieben wurden – davon 6,7 Millionen im Sudan selbst. Die Bekämpfung von AIDS, Tuberkulose und Malaria stellt eine enorme Herausforderung dar, da schätzungsweise 80 % der Krankenhäuser in den vom Konflikt betroffenen Gebieten nicht funktionsfähig sind und die medizinischen Vorräte aufgebraucht sind. Außerdem werden HIV- und Tuberkulosebehandlungen aufgrund von Vertreibungen unterbrochen, was das Risiko von Todesfällen, Arzneimittelresistenz und Krankheitsübertragungen erhöht. Im Sudan werden für die Jahre 2024, 2025 und 2026 jeweils 6,5 Millionen, 6,2 Millionen und 5,8 Millionen Malariafälle geschätzt.  

Der Global Fund hat mit dem Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (UNICEF) und dem Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) Zuschussvereinbarungen über bis zu 170 Millionen US-Dollar für den Zeitraum 2024-2026 unterzeichnet, um Menschen zu unterstützen, die von HIV, Tuberkulose (TB) und Malaria betroffen sind. Sowohl UNICEF als auch UNDP werden in enger Partnerschaft mit dem sudanesischen Gesundheitsministerium zusammenarbeiten.  

Durch die Vereinbarung mit UNICEF wird die Bereitstellung grundlegender Malariadienste, wie Schnelldiagnosetests und -behandlung sowie mit Insektiziden behandelte Moskitonetze für 28 Millionen Menschen sichergestellt. Darüber hinaus werden Gesundheitssysteme und von den Gemeinden getragenen Initiativen unterstützt und gestärkt. Die Zuschussvereinbarung mit UNDP wird zur Bereitstellung wichtiger Arzneimittel beitragen, um den derzeitigen Bedarf des Sudan an HIV-Behandlung für 14.000 Menschen zu decken und aufrechtzuerhalten und schätzungsweise 44.000 Tuberkulosekranke über einen Zeitraum von drei Jahren in den öffentlichen Krankenhäusern und primären Gesundheitszentren, die weiterhin in Betrieb sind, zu behandeln.   

Der lebensrettende Beitrag des Global Fund zeigt, wie wichtig und wirksam MAP für die Bewältigung spezifischer Probleme in komplexen humanitären Krisen sein können, indem sie die Unterstützung und die Maßnahmen dorthin lenken, wo sie am dringendsten benötigt werden.

Das könnte Sie auch interessieren:

p2023 news thumbnail
Aktuelles
Partnerschaften als Instrument für nachhaltige Transformation 
p2023 news thumbnail
Aktuelles
Symposium zu Machtdynamiken und Inklusion in sozialen Interaktionen  
p2023 news thumbnail
Aktuelles
Kaffeegenuss mit gutem Gewissen: Nachhaltige Kaffeeproduktion durch Partnerschaften