MAP in der Praxis

Die Nigerian Extractive Industries Transparency Initiative (N-EITI) verzeichnet große Erfolge aus den bisherigen Bemühungen der transparenten Berichterstattung über die Rohstoffindustrien Nigerias und sichert der Regierung bisher fehlende Einnahmen aus Aktivitäten im Öl- und Gasbereich.

Mit über 50 Ländermitgliedern steht die Multi-Akteurs-Partnerschaft (MAP) EITI für die transparentere Bewirtschaftung natürlicher Ressourcen weltweit. Neben Nigeria ist auch Deutschland mit dem Ableger D-EITI seit 2016 aktiv dabei. Alle Mitglieder verpflichten sich zur Freistellung von Informationen entlang der Wertschöpfungsketten natürlicher Ressourcen. Darunter zählen sowohl die Vergabe von Abbaurechten bis hin zu der Frage wie die Einnahmen zur Regierung kommen und wie sie der Öffentlichkeit zugutekommen.

Nigeria – ein Land, welches wirtschaftlich stark auf den Export von Rohstoffen fokussiert ist – ist seit 2007 mit dem Ableger N-EITI aktiv. Auch wenn der Öl- und Gasbereich zu rund 65% des Bruttoinlandsprodukts beiträgt, hatte er in der Vergangenheit nur begrenzt Wirkung auf die sozio-ökonomische Entwicklung. Gründe dafür sind unter anderem Korruption im Rohstoffbereich. Nun hat sich jedoch gezeigt, dass das Land auf dem Weg der Besserung ist. Im N-EITI Report von 2019 ging hervor, dass rund 77 Öl- und Gasfirmen der nigerianischen Regierung bis zu 6,8 Milliarden US-Dollar unter anderem an Steuereinnahmen schulden. Nach Veröffentlichung dieser Informationen reduzierte sich diese Zahl nun 2022 auf rund 2,6 Milliarden US-Dollar. Wie der Executive Secretary von N-EITI Ogbonnaya Orji feststellt, wurde das Geld nach Veröffentlichung ohne weiteren Widerstand gezahlt.

Damit unterstreicht N-EITI die erfolgreiche Mitgliedschaft bei EITI und hofft weiterhin auf Erfolge entlang der Wertschöpfungsketten von Rohstoffen. Nicht zuletzt wurde die MAP auch auf Platz zwei des Freedom of Information (FOI) Transparenzrankings des Landes gesetzt, wodurch die Relevanz ihrer Arbeit nochmals unterstrichen wurde.

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