MAP in der Praxis

Diverse Akteur*innen in der Region Medellín haben sich zusammengeschlossen, um die finanzielle Widerstandsfähigkeit gegen die negativen Auswirkungen des Klimawandels zu stärken. Das Ergebnis ist eine maßgeschneiderte Klimarisikoabsicherung und -vorsorge mit Vorbildcharakter. Identifizierte Lessons Learned sollen auf der COP28 präsentiert werden, um die Rolle von Partnerschaften im Umgang mit den Auswirkungen des Klimawandels hervorzuheben.

Das Insurance Development Forum (IDF), vertreten durch Willis Towers Watson (WTW) und Hannover Redas Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)und das United Nations Development Programme (UNDP) haben sich gemeinsam mit dem und privaten Versicherungsorganisationen partnerschaftlich dem Ziel der Stärkung der urbanen Widerstandsfähigkeit gegen die Folgen des Klimawandels in Medellín und den angrenzenden Gebieten verschrieben. Kofinanziert und unterstützt wurde die Zusammenarbeit durch den InsuResilience Solutions Fund (ISF) als Teil der Multi-Akteurs-Partnerschaft InsuResilience Global Partnership for Climate and Disaster Risk Finance and Solutions (IGP).

Die Zusammenarbeit im „The Medellín Project“ brachte eine maßgeschneiderte und innovative Klimaversicherung und Risikomanagement-Instrumente hervor. Die Geschäftsführung der Niederlassung von Hannover Re in Bogotá betonte den außerordentlichen Mehrwert, der durch die partnerschaftliche Zusammenarbeit realisiert wurde: „We highly value this project’s collaborative approach that brought together public authorities, an international NGO, a broker and a reinsurance company. It demonstrates how all project partners contribute their unique strengths to reach the best possible result. Blending local and international experience as well as being open-minded also were important elements as we moved from a vision to execution.”

 Im Rahmen der partnerschaftlichen Zusammenarbeit haben die beteiligten Akteur*innen ein Lessons Learned Papier entwickelt. Zu den identifizierten Erfolgsfaktoren gehören die Notwendigkeit einer engen Zusammenarbeit mit lokalen Interessensgruppen, ein gutes Verständnis der öffentlichen Verwaltung für die Entwicklung von Versicherungsprodukten, die Nutzung zentralisierter Datenbanken für Klimarisiken, die Schaffung einer gemeinsamen Kommunikationsgrundlage zwischen allen Beteiligten und die Anpassungsfähigkeit an politische Veränderungen oder Umgang mit neuen Daten.

Diese Erkenntnisse werden im Rahmen der COP28 vorgestellt, um die Bedeutung von Partnerschaften für Maßnahmen gegen den Klimawandel und seine Auswirkungen zu stärken.

Kontext: Die InsuResilience Global Partnership for Climate and Disaster Risk Finance and Solutions (IGP) setzt sich weltweit für ein umfassendes Management von Klimarisiken ein. IGP unterstützt Partnerschaften bei der Förderung der Widerstandsfähigkeit der am stärksten gefährdeten Bevölkerungsgruppen gegenüber den Auswirkungen des Klimawandels.

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