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Highlights aus der Partnerschaften2030-Studie „Multi-Akteurs-Partnerschaften im Rahmen der Agenda 2030“ (Teil 1)

Wann sollte eine Multi-Akteurs-Partnerschaft eingesetzt werden? Die Partnerschaften2030-Studie „Multi-Akteurs-Partnerschaften im Rahmen der Agenda 2030“ bietet hierfür eine Checkliste mit fünf Prüfkriterien, ob eine Multi-Akteurs-Partnerschaft eingesetzt werden kann.

Multi-Akteurs-Partnerschaften arbeiten weltweit in den unterschiedlichsten Sektoren: sie gestalten bspw. nachhaltige Lieferketten im Kakao-, Palmöl- und Textilbereich, bekämpfen Korruption durch Transparenz und ein gestärktes Geschäftsumfeld und fördern eine fairere Weltwirtschaft. Die Bandbreite an möglichen Themen ist groß, aber wie erkennt man wann eine Multi-Akteurs-Partnerschaft wirklich Sinn macht?

Zentral für die Bewertung ist eine Analyse des zu bearbeitenden Problems sowie der betroffenen bzw. involvierten Akteur*innen. Die Studie „Multi-Akteurs-Partnerschaften im Rahmen der Agenda 2030“ (Publikation FEHLT) bietet eine Checkliste mit fünf Kernfragen, die eine erste Einschätzung über die Zweckmäßigkeit einer Multi-Akteurs-Partnerschaft ermöglichen. Sofern die folgenden Fragen durchweg positiv beantwortet werden können, wäre eine MAP ein möglicher Ansatz:

1. Ist es ein Problem, welches ein Akteur*innen oder eine Akteursgruppe alleine nicht lösen kann?

Es sollte z.B. eine globale Lieferkette nachhaltiger gestaltet werden. Hierfür müssen mindestens Akteur*innen aus Handel, Industrie, öffentlicher Hand und Zivilgesellschaft zusammenarbeiten.

2. Verfügt jede der relevanten Akteursgruppen, bzw. potenziellen Partner, über spezifische Ressourcen und/oder Kompetenzen, die sie in die Partnerschaft einbringen könnten?

Jeder Partner trägt in unterschiedlicher Weise zur Lösung bei. Z.B. ein Partner finanziert die Arbeit, einer ermöglicht den Zugang zu einem Gebiet durch seine Beziehungen während ein anderer seine Expertise bereitstellt. Eine MAP funktioniert nur, wenn jeder der beteiligten Akteur*innen einen wertvollen Beitrag zur Zielerfüllung einbringt.

3. Werden die Ergebnisse nachhaltiger sein, wenn sie auf einem breiteren gesellschaftlichen Konsens beruhen?

Ein breiter Konsens erhöht die Glaubwürdigkeit von Entscheidungen, wodurch z.B. ein neu erarbeiteter Standard eher akzeptiert und umgesetzt wird.

4. Besteht für alle potentielle Partner ein Nutzen aus der Zusammenarbeit?

Unabhängig von der gemeinsamen Zielsetzung muss auch jeder Partner seine eigenen Interessen durch die Kooperation vertreten sehen. So kann ein Partner neue Daten für seine Studien gewinnen, während ein anderer einen neuen Markt erschließt. Hierdurch steigt der Motivation an einer Multi-Akteurs-Partnerschaft teilzunehmen.

5. Sind die Akteur*innen in dem Bereich bereit, gemeinschaftlich auf ein Ziel hinzuarbeiten?

Meinungsunterschiede und auch Konflikt kann sehr hilfreich sein für den langfristigen Erfolg in einer Multi-Akteurs-Partnerschaft. Aber diese Partner müssen grundsätzlich bereit sein diesen Partnerschaftsprozess einzugehen, um gemeinsam einen Weg zum Ziel zu gestalten.

Zusätzlich zu diesen fünf Kriterien sollte ein weiterer Aspekt beachtet werden: Gibt es schon andere Initiativen, die zu dem Thema arbeiten? Das Beitreten zu einer solchen Initiative oder zumindest mit einer neuen Multi-Akteurs-Partnerschaft daran anzudocken kann Synergieeffekte auslösen und Redundanzen entgegenwirken.


Wollen Sie mehr hierzu und zu anderen relevanten Themen für Multi-Akteurs-Partnerschaften erfahren? Dann schauen Sie in die Studie von Partnerschaften2030 „Multi-Akteurs-Partnerschaften im Rahmen der Agenda 2030“. (Publikation FEHLT) Diese wirft einen praxisnahen Blick auf Multi-Akteurs-Partnerschaften als Umsetzungsinstrument der Agenda 2030. Die Studie geht dabei insbesondere auf die Erfahrungen deutscher Stakeholder in bestehenden Multi-Akteurs-Partnerschaften ein.

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