MAP in der Praxis

Der jährlich am 22. März stattfindende Weltwassertag soll die Aufmerksamkeit auf die Bedeutung von Wasser für die menschliche Entwicklung und die 2,2 Milliarden Menschen lenken, die ohne Zugang zu sauberem Wasser leben. Der Klimawandel und das Bevölkerungswachstum stellen eine immense Herausforderung für eine nachhaltige Wasserbewirtschaftung dar. Multi-Akteurs-Partnerschaften (MAP) wie die Global Water Partnership (GWP) sind entscheidend für die Bewältigung dieser Herausforderungen. Wie MAP für die Zusammenarbeit im Wasserbereich von Nutzen sein können, zeigt sich in Tansania.  

Tansania ist mit einer Vielzahl von wasserbezogenen Herausforderungen konfrontiert, die auch in den meisten anderen Teilen der Welt auftreten. Dazu gehören die Wasserversorgung in ländlichen Gebieten, Probleme bei der Abwasserentsorgung und die Bewirtschaftung der Wasserressourcen in einem sich verändernden Klima. Weitere Probleme sind die Schädigung von Wassereinzugsgebieten durch nicht nachhaltige landwirtschaftliche Praktiken, das Abholzen von Bäumen und Bergbauaktivitäten. Diese Aktivitäten zielen auf die Befriedigung menschlicher Bedürfnisse ab, die durch das Bevölkerungswachstum zunehmend unter Druck gerät. Um diese Probleme zu bewältigen, konzentriert sich die Regierung Tansanias auf einen kooperativen und von den Interessengruppen getragenen Ansatz zur Verbesserung des integrierten Wasserressourcenmanagements. 

Tansanias nationaler Arm der Global Water Partnership (GWP) konnte einen Beitrag zu Tansanias Wasserstrategie leisten. Die Global Water Partnership Tanzania (GWPTZ) förderte einen Konsultationsprozess, in dem die dringendsten Herausforderungen für ein klimagerechtes Wassermanagement ermittelt wurden. GWPTZ richtete sektorübergreifende Arbeitsgruppen ein, die Strategien zur Bewältigung der Probleme entwickelten. Zu diesen Strategien gehören Aktions- und Finanzpläne.   

Im Zusammenhang mit dem Weltwassertag weist die Weltorganisation für Meteorologie (WMO) auf das große Potenzial von Wasserkooperation für die menschliche Entwicklung hin. Der WMO zufolge trägt die globale Wasserkooperation zu sicherem Trinkwasser und sanitären Einrichtungen bei, verbessert die Ernährungssicherheit, erhält gesunde Lebensgrundlagen und Ökosysteme, hilft bei der Bewältigung des Klimawandels und der Verringerung des Katastrophenrisikos, liefert erneuerbare Energie, unterstützt Städte und Industrien und fördert die regionale Integration und den Frieden.   

Das Beispiel Tansanias zeigt die Bedeutung von Wasserpartnerschaften in einer Welt, in der Wasser jeden Aspekt unseres Lebens beeinflusst. MAP wie die GWP stehen vor extremen Herausforderungen, aber sie öffnen auch Türen für Dialoge und Lösungen, die die menschliche Entwicklung fördern.   

Die GWP ist ein globales Aktionsnetzwerk von mehr als 3000 Wasserorganisationen in 180 Ländern, das die effektive, effiziente und nachhaltige Bewirtschaftung von Wasserressourcen auf der ganzen Welt fördert. Sie wurde 1996 gegründet und hat sich zum Ziel gesetzt, eine nachhaltige und gerechte Entwicklung zu erreichen.  

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